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Wir sind... Exportweltmeister

Wir sind also Exportweltmeister. Toll?
Nein! Gro?er Unfug.
Exportweltmeister kann man werden, indem man ALLES einf?hrt und kurz darauf wieder ausf?hrt.
Man kann es auch werden, indem man seine W?hrung brutal abwertet
Man wird Exportweltmeister, indem man tats?chlich G?ter besser macht, als andere, oder man Dinge herstellt, die es nur bei uns in dieser Art oder G?te gibt.
Aber: Was passiert mit dem Geld aus dem Export: Nun ja, ein gro?er Teil geht in den Import.
Ein anderer Teil wird zum Kauf von Dienstleistungen genutzt (und als "Reiseweltmeister" importieren wir auch Dienstleistungen), etwas geht an die EU, kommt aber ?ber Exporte schnell wieder zur?ck, ein marginaler Teil geht als Entwicklungshilfe ins Ausland (und kommt ebenfalls schnell wieder zur?ck, indem von den Entwicklungsl?ndern Nahrungsmittel Brunnentechnologie, Kraftwerke, Landminen, Panzer und gepanzerte Limousinen f?r afrikanische Diktatoren gekauft werden) und ein kleiner Teil wandert in die Devisenreserven der Bundesbank.

Wo ist ist da der benefit? Bisher h?lt er sich noch versteckt!

Er kommt erst raus, wenn man nach der Arbeitsteilung fragt. Exporte und deren Ponton, die Importe sorgen daf?r, dass wir immer preiswerter an Importe kommen, weil die im Ausland besser oder billiger hergestellt werden k?nnen und umgekehrt deutsche Produkte im Ausland nicht so gut hergestellt werden k?nnen, oder es sie nur bei uns gibt.

Das und NUR das ist der Vorteil des Au?enhandels.
[Der Gedanke ist uralt (1817). Stammt von David Ricardo: Principles of Political Economy and Taxation

Alles andere, vor allem der gebetsm?hlenartig, aber dadurch trotzdem nicht richtiger werdende Spruch von den Vorteilen der Lohnzur?ckhaltung zur Aufrechterhaltung des og Titels und der Export?bersch?sse, sind grober Unfug und dienen nur der Verdummung unserer Bev?lkerung.
9.2.06 13:07


Kindergärten

?brigens: Hat sich schon mal jemand gefragt, warum Unis - f?r Mittel- und Oberklasse (s.o.) gratis sein m?ssen, w?hrend Kinderkrippen und -g?rten, wo ALLE, auch sozial oder finanziell Benachteiligte, ihre Kinder hinschicken, Geld kosten d?rfen.

Warum thematisiert niemand das Thema: Wenn finanziell Benachteiligte nicht arbeiten k?nnen, weil sie sich den Kindergarten nicht leisten k?nnen, sollte man dann nicht den Leuten wirklich helfen und das Geld da rein stecken, wo es wirklich hilft...
Die Kinder sehen weniger fern, lernen was, kriegen Sozialverhalten mit, sind sp?ter in der Schule besser UND k?nnen dann sp?ter studieren!

Die Linken werden jetzt sagen: "Genau! Der Kindergartenplatz muss in die Verfassung".
NEIN, v?lliger Bl?dsinn! Das nutzt niemandem!!!
Richtig ist: "Es muss an anderer Stelle gespart werden, dass man das Geld in Gratis Kinderg?rten stecken kann.

Ich empfehle jedem Mal, in den Gelben Seiten unter "Stadt XYZ" nachzuschauen, wie viele ?ffentliche Einrichutngen es gibt. Dann sollte er mal schaun, ob ihm da auff?llt, dass viele Einrichtungen fast identische Bezeichnungen haben.
Da m?sste man mal mit dem eisernen Besen durch!!!
10.2.06 11:02


Studiengebühren

Mal ganz schlicht:

Ich hab w?hrend meiner Unizeit ganze 5 Studenten von Arbeiterkindern kennen gelernt.

Anders: Ich nehme an, dass ca. 95 % der Studenten (innen) S?hnchen und T?chterchen aus besseren Familien sind

Gleichzeitig gehe ich davon aus, dass Arbeiter und einfache Angestellte eher selten Steuerberater haben, oder die M?glichkeit haben, Steuern zu umgehen.

Das bedeutet: Gratisstudium ist eine krasse Umverteilung von UNTEN NACH OBEN: Arbeiter zahlen, um die bestehende Verteilung zu zementieren und um den Kindern reicher Eltern das Studium zu erm?glichen.

Es braucht also Studiengeb?hren, um diese Ungerechtigkeit zu beseitigen.

Dann kommt immer die Frage: "Was machen dann die 5 % Arbeiterkinder, die dann nicht mehr studieren k?nnen?"
Dazu 3 Antworten:
1) Es GIBT bereits Kredite und auch Stipendien
2) Kreative Leute finden M?glichkeiten
3) In den meisten L?ndern, die ich kenne, arbeiten die Studenten. Aus Paraguay ein Beispiel: Eine Freundin, die in Paraguay studiert und dann in meiner Stadt promoviert hat, hat mir erz?hlt, dass ALLE Studenten tags?ber arbeiten (9-16 Uhr), studieren (18-22 Uhr), Seminararbeiten machen, lernen und sich vorbereiten (22-XX) und am n?chsten Tag wieder studieren.
Bisher ist niemand da dran gestorben.
[Ich oute mich hier explizit als arbeitsscheu. F?r mein jetziges Leben, so muss ich gestehen, h?tte ich fr?her ruhig bisschen mehr tun k?nnen!]

Zus?tzlich hat eine Studiengeb?hr gleich 2 weitere positive Effekte:
1) Es wird schneller studiert (da werden die zahlenden V?ter ihren Kindern schon erz?hlen wann sie Abschl?sse erwarten)
2) Die Professoren haben so also weniger Studenten und die Qualit?t nimmt zu

Was fehlt - und das werde ich in einem anderen Beitrag kommentieren -: Unsere Unternehmer sind ma?lose Subventionsschnorrer. Sie fordern zwar besser ausgebildete Leute, weigern sich aber, Studenten - oder gar Studenten aus Arbeiterfamilien - mit Stipendien zu f?rdern, sie weigern sich, Teilzeitmodelle f?r M?tter und V?ter anzubieten, sie bieten kaum Kindergarten und -krippenpl?tze an und schreien bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach dem Staat. [Freerider / Schwarzfahrer nennt man das in der ?konomie]

ABER: Das ist eine andere Geschichte
10.2.06 12:29


Lafontaine und Pyramiden

Gelegentlich, also wenn ich Zeit habe, kaufe und lese ich "Die Zeit".
In der aktuellen Ausgabe war ein Interview mit Herrn Lafontaine, worin er sagt, die Löhne in Deutschland seien eher zu niedrig, als zu hoch... mit dem üblichen oft wiederholten, dadurch aber nicht richtiger werdendem Argument der "Exportweltmeisterschaft"

Herr L. sagt also implizit, "wenn der Preis von etwas zunimmt (bspw. die Löhne, also der Preis für Arbeit), nimmt auch die Nachfrage nach dieser Leistung zu.
Diese Logik angewandt bedeutet auch: Wenn der Preis für ... Stereoanlagen steigt, fragen die Kunden mehr davon nach.
Wenn man mal den sog. "Snobeffekt" (den irgendwelche Marketingfuzzies mal erfunden haben) weglässt: "Man stellt lieber teuerere Arbeitskräfte ein, als billigere", dann ist diese These an Absurdität kaum noch zu überbieten.

Herr L. würde dann wohl eher markoökonomisch argumentieren: Höhere Löhne, höhere Kaufkraft, höhere Nachfrage, ... Wirtschaftswachstum.
Wenn dem wirklich so wäre, könnte man also mit höheren Löhnen das Wirtschaftswachstum steigern.

Wenn dem wirklich so wäre, könnte ich (wählt mich!!!) von heute auf morgen die gesamte Arbeitslosigkeit beseitigen! Ich teile alle Arbeitslosen in 2 Gruppen: Eine davon gräbt ein Loch, die andere schüttet es wieder zu.
Oder, ich komme zurück zur Überschrift, lasse die Leutchen Pyramiden bauen. Das hätte, trotz aller Sinnlosigkeit, vielleicht in n paar 1.000 Jahren mal nen positiven, weil touristischen Effekt
Diesen 5 Millionen Menschen zahle ich sogar ein gutes Gehalt: 3000 Euro/Monat (brutto).
Diese Leute würde Güter in Massen nachfragen. Die Wirtschaft würde wachsen, um nicht zu sagen boomen und alle Probleme wären gelöst.

Jetzt aber mal im Ernst: Diese Argumentation ist grotesk. Das Einzige was passieren würde:
1) Die Unternehmen würde ihre Preise stark erhöhen. Das nennt man Inflationsschub
2) Die EU würde uns aufs Dach steigen
3) Der Staat müßte Schulden machen, die entweder zurückgezahlt werden müssten,
3a) das ginge nur mit Krediten
3a1) die Zinsen würden exobitant steigen und die Industrie könnte sich keine Investitionen mehr leisten
3a2) und diese Kredite würde uns binnen kürzester Zeit niemand mehr geben
3b) oder die Steuern würden auf über 100 % steigen.
4) Wir wären pleite!!!!!!!!!!!!!!!
Man darf doch nicht glauben, dass alle Deutschen so doof sind, wie Big Brother und D. Bohlen uns glauben machen wollen.
Die Leute wissen doch schon längst, dass Staatsschulden von ihnen zurück gezahlt werden müssen. Auf jedes öffentliche Konjunktur- oder Beschäftigungsprogramm reagieren sie doch längst mit individuellen Einsparungen in gleicher Höhe. Daher stammt doch ein Großteil der Malaise: Nicht aus zu niedrigen Staatsausgaben, wie dieser Ignorat Bofinger, der immer noch "hinter dem Geldschleier sitzt", geht es der Wirtschaft schlecht sondern, weil der Staat immer mehr ausgibt und uns in der Folge immer mehr abknöpfen muss.

Schon jetzt ist doch klar, dass der angehäufte Schuldenberg nie mehr über die normalen Einsparmöglichkeiten getilgt werden kann.
Oder glaub jemand ernsthaft, dass die Bürokratie irgendwann anfängt, sich selbst abzubauen? Oder glaubt jemand, dass irgendwann der Begriff der Effizienz Einzug in den öffentlichen Sektor hält?

HALT: Es sind nicht die Bürokraten, gegen die ich mich wende! Es ist die Bürokratie, die Unmengen von Gesetzen, Verordnungen und Regularien!!

Jetzt, so argumentieren die Lafontaines unter uns, gilt das natürlich nicht für den Staat: Die Unternehmen sollten doch bitte höhere Abschlüsse machen, um ihren Leuten Kaufkraft zu verschaffen.

Wo bitte ist da der Unterschied zum Staat???
Diese Unternehmen würden genauso pleite gehen, wie sie es in den letzten Jahren 100.000-fach getan haben.
13.2.06 09:56


Glück

Ach ja:

Was macht Leute wirklich gl?cklich???

Die Dresdner BANK!!! hat das untersucht:
Sex, gefolgt von Schlafen und Tanzen.
Geld war ziemlich weit hinten

Ein Volkswirt, so war k?rzlich in der FTD zu lesen, hat - richtigerweise, wie ich meine - das Thema erg?nzt um den relativen Faktor:
Als Durchschnittsmensch f?hle ich mich in einer armen Umgebung besser, als unter lauter Leuten, die reicher sind, als ich selbst.
Und daraus folgt: Ich w?rde wohl auch Einkommenseinbu?en hinnehmen, ohne mich schlechter zu f?hlen, also weniger gl?cklich zu sein, so mein Nachbar auch weniger bekommt.

Ich glaube, das stimmt.

13.2.06 15:45





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