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Glück, Teil II

Wenn die ug. Faktoren (siehe Glück) Menschen glücklich machen, so müßten die Kubaner die glücklichsten Menschen sein.
Linke Soziologen, die Lateinamerika ja immer als ihre Spielwiese betrachtet haben, sowie die Che Guevara- und Fidel Castro-Fans werden jetzt andächtig nicken.

Ich aber habe mich - gerade aus Kuba zurückkommend - gefragt, warum die Menschen dort dann, v.a. in den letzten beiden Jahren, deutlich weniger glücklich waren.
Die Frage lautet also, neben der nach den Glücksfaktoren, was Menschen denn UNGLÜCKLICH macht.

Antwort: Das Vorenthalten von Menschenrechten!!!!!!!!!!!!!!
Und da wiederum ist Kuba ziemlich mit vorne dabei.
Die Beispiele sind Legion:
* Freiheitsrechte:
** Recht auf Leben, Freiheit, Eigentum, Sicherheit der Person
** Allgemeine, nur durch Gesetz beschränkbare Handlungsfreiheit
** Freiheit von willkürlichen Eingriffen in die Privatsphäre (Wohnung, Briefgeheimnis etc.)
* Persönlichkeitsrechte
** Meinungsfreiheit
** Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit
** Reisefreiheit
** Versammlungsfreiheit
** Informationsfreiheit
** Berufsfreiheit
* Justizielle Menschenrechte
** Wirksamer gerichtlicher Rechtsschutz bei Rechtsverletzungen
** Faires Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht mit gesetzlichen Richtern
** Anspruch auf rechtliches Gehör (audiatur et altera pars)
** Keine Strafe ohne vorheriges Gesetz (Nulla poena sine lege)
** Unschuldsvermutung in dubio pro reo
* Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Menschenrechte
** Recht auf Selbstbestimmung (Art. 1)
** Gleichberechtigung von Mann und Frau (Art. 3)
** Recht auf Arbeit und angemessene Entlohnung (Art. 6/7)
** Recht auf Gründung von Gewerkschaften (Art. 8)
** Schutz von Familien, Schwangeren, Müttern und Kindern (Art. 10)
** Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, einschließlich angemessener Nahrung (Art. 11)
** Recht auf den besten erreichbaren Gesundheitszustand (Art. 12)
** Recht auf Bildung (Art. 13)
** Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben (Art. 15)

Das ist aus Wikipedia.

Nahezu ALLE dieser Rechte werden von der kubanischen Regierung seinen Einwohnern vorenthalten.
Und das macht die Menschen massiv unglücklich.

Also, bisschen weiter denken lohnt sich

Ebenso lohnt es, sich mal die Menschenrechte anzuschauen und dann sollte man sich bedanken, dass man in Deutschland leben darf.
6.3.06 10:58


Ude und die Wirtschaft

S´ist schon ein paar Wochen her, aber ich hatte bisher keine Zeit das folgende zu kommentieren:

Wie manche wissen, wird momentan die Abschaffung der Gaststättenverordnung diskutiert.
Diese regelt ne Menge Dinge, was neue Gaststätten zu tun haben und was von den Behörden zu prüfen und zu überwachen ist.

Zwei Gruppen haben sich massiv gegen die Abschaffuung dieses Gesetzes gewandt:
1) Die "alteingesessenen" Gastronomen, die diese Verordnung als Markteintrittsbarriere für Wettbewerber verwenden und (selbstredend)
2) Die Bürokraten, die natürlich aus dieser VO ihr Existenzrecht ableiten

Das zu kommentieren fühlte sich auch der Oberbürgermeister Münchens, Herr Ude, berufen. sein Urteil: "Wir brauchen die Gaststättenverordnung auch weiter. Es gibt bereits genug Gaststääten in München"; nicht nur das: Herr Ude stellte noch fest, dass "es in München sowieso 1.000 Gaststätten zuviel" gäbe.

Genausogut hätte Herr Ude sagen können:
"Ich will, dass diese 1.000 Kneipen schließen"
"Ich will, dass wir in München 5.000 weitere Menschen in die Arbeitslosigkeit, in die Existenznot und Abhängigkeit, in die Obhut eines kurz vor (oder bereits in...) der Pleite stehenden Sozialamtes entlassen"
[5.000: Naja, rechnen wir mal: 2 Schichten, 2 Ober / Schicht, 1 Koch/Schicht, einer hinter der Theke, Reinigungspersonal..., also mindestens 5 Personen multipliziert mit 1.000 Kneipen]

Es ist erstaunlich zu welch zynischen, menschenverachtetenden Kommentaren sich manche Politiker hinreißen lassen, wenns um ihre Klientel, also Bürokraten und Verbände (in unserem Fall derjendige der Gaststättenbetreiber) geht.

Das Wort, das dieses angemessen ausdrückt, ist im Deutschen leider noch nicht erfunden.

Nochwas kommt dazu: Woher weiss denn der Herr Ude, dass wir in München 1.000 Kneipen zu viel haben?
Darin drückt sich doch ein ganz eklatanter Mangel an Vertrauen in den Markt aus.
EIN Politiker weiss, wie viele Kneipen München braucht.

Komisch, dass der Herr Ude uns dann nicht auch noch vorgibt, wie viele Autos wir kaufen dürfen, wie viel Kalorien/Tag für uns angemessen sind, ob wir nicht besser beim Donisl, statt beim Augustiner Einkehr halten sollen...

Fällt jemandem was auf? Big Brother und der Sozialismus lassen grüßen.
6.3.06 16:34


Politiker

Ich komme grad aus Mexiko zurück. Dort ist grad Wahlkampf; naja, eigentlich ist dort immer irgendwo Wahlkampf.

Das erste Mal ist mir das ja bei der für die SPD verloren gegangenen NRW Wahl so drastisch ins Auge gefallen, was ich jetzt in Mexiko erneut vorgefunden habe:

Frag mal einer nen Politiker folgendes:

"Meister horch amol: Du hast 2 Möglichkeiten zu entscheiden: Entweder du stimmst für ein gutes Gesetz des politischen Gegners / der anderen Partei, rettest damit das Land, verlierst dafür aber die nächsten Wahlen (weil dieses Gesetz dem politischen Gegner nützt, indem es dem Land mehr Wohlstand verschafft), ODER du verhinderst dieses Gesetz, zerstörst damit den Wohlstand deines Landes, schadest damit aber auch dem pol. Gegner; dafür gewinnst du aber die nächsten Wahlen (weil die Leute mit der bisherigen Regierung unzufrieden waren)"

Was denkt ihr, wie sich der Politiker entscheidet?
Aufgefallen ist mir dieses - besonders drastisch -, wie gesagt in NRW: Auf die verlorene Wahl angesprochen, sagte eine Vertreterin der Grünen: "Wir müssen unser Wahlprogramm ändern... und jetzt kommts ...UM DIE NÄCHSTEN WAHLEN WIEDER ZU GEWINNNEN . Kein Wort darüber, was man besser machen will, wie man die allgemeine Wohlfahrt (Glück, Reichtum, Sicherheit, Ruhe...) verbessern will. NEIN! Versprechungen allein zum Zwecke der Wiederwahl.

Ähnlich gehts - wieder - in Mexiko zu. Populismus, wohin man schaut. Interesse am Wohlstand der eigenen Bevölkerung: Vergiss es!

Wir haben kein Problem mit der Marktwirtschaft und dem "Neoliberalismus"! [Nebenbei bemerkt: Wo bitte ist denn Neoliberalismus, wenn der öffentliche Sektor ca. 50 % des gesamten Sozialprodukts vereinnahmt und umverteilt? Das, was wir haben, ist Sozialismus mit marktwirtschaftlichen Elementen.]

Was wir haben, ist nicht Marktversagen. Es ist Staatsversagen. Schlechte Gesetze, Korruption, Behördenwillkür und Gängelung, um nicht zu sagen Entmündigung durch einen überbordenden Staat. [Ich weiss: Das hab ich schon mal geschrieben. Aber immer, wenn ich da dran denke, kommt mir die Galle hoch]
8.3.06 09:32


Raubkopien

Immer wieder beschweren sich OEMs undf Markenhersteller über dreiste Raubkopierer.
Angeblich entgeht den OEMs dabei Umsatz in "Wasweißichwievielstelligenmillonenbeträgen".

Es lohnt sich aber, hier ein wenig zu differenzieren:
Natürlich gibt es die Raubkopierer, die ihre Produkte ernsthaft auf dem Weltmarkt als Originale verkaufen, wie beispielsweise Zündkerzen und Bremsbeläge von Bosch oder Brembo.
Das ist ein "echtes Ärgernis" und darüber hinaus gefährlich.

Daneben gibt es aber die Kopien von Markenjeans, -sonnen- brillen, -uhren, oder -turnschuhen. Das erfordert eine andere Sicht der Dinge:
1) NIEMAND, der sich auf diesen Straßenmärkten rumtreibt, hat auch nur im Entferntesten das Geld, sich ne Original Armani oder Prada zu kaufen. Jeder weiss, dass er sich eine schlechte Kopie kauft. Keiner würde sich jemals ein Original kaufen (selbst wenn er wollte), weil es seine finanziellen Ressourcen maßlos übersteigen würde.
2) Eher ist es umgekehrt: Sobald man das Geld hat, kauft man sich das Original, das man, nolens volens, bisher durch billige Substitute ersetzen musste.
3) Ich selbst hab mir als Student mal ne "RayBan-Kopie" gekauft. Und was hab ich, Jahre später, mit einem Teil meines ersten (richtigen) Gehalts gemacht: Mir eine echte Ray Ban (wie die aus dem Blues Brothers Film), also "Wayfarer" gekauft.
4) Diese Form der Raubkopien dient also eher der "Marktschaffung", der "Schaffung eines inhärenten Bedürfnisses nach Luxus, als der Umlenkung weg vom Original, hin zum Substitut.
8.3.06 10:54


Müll und die Deutschen

Wir Deutschen finden uns ja immer sooo toll. Beim Thema "Energie" machen uns die Politiker weis, dass wir schon fast 20 % aus alternativen Quellen beziehen.
Unter den Tisch fällt, dass durch Wind-, Wasser- und Solarenergie noch kein einziges "schmutziges" Kohlekraftwerk abgeschaltet wurde.
Die Wirklichkeit sieht nämlich so aus:
1) Alternative Energien fallen nur selten synchron zu der Nachfrage an. Man müßte sie speichern, was aber nicht geht.
2) Während ein Kohlekraftwerk, bis es wieder hochgefahren ist, ca. eine Woche benötigt, kann man "saubere" Gaskraftwerke binnen weniger Stunden wieder ans Netz nehmen, sollte grad mal kein Wind wehen.
Aus diesem Grunde werden eher Gas-, als Kohlekraftwerke zugunsten der neuen Energien abgeschaltet. Unsere völlig verblödete Politikerkaste sorgt also dafür, dass eine saubere Energie eine andere saubere Energie ersetzt.
Und die Bevölkerung: Ich glaube, die Bevölkerung glaubt diesen Unsinn tatsächlich; nicht nur das: ich bin so langsam der Meinung, dass die Bevölkerung die Wahrheit überhaupt nicht wissen will. Es lebt sich einfach leichter in der selbst gewählten Beschränktheit.

Ja, erst jetzt zum Thema "Müll": Auch hier wähnt sich die Bevölkerung auf der Seite der "Guten": Wir trennen Müll wie die Weltmeister, haben 25 verschiedene Tonnen und Säcke, aber dafür keine Ahnung!
Keine Ahnung beispielsweise davon, dass dadurch der illegale Export von Müll gefördert, ja geradezu subventioniert wird.

Wie das:?
Es ist uns Deutschen nicht erlaubt, Müll zu exportieren. Es sei denn, es handelt sich um Wertstoffe und nicht mehr um Müll. Und was wird aus dem Plastikmüll, sobald er in den gelben Sack wandert? Richtig! Ein Wertstoff, ein handel- und exportierbares Gut. Jetzt braucht es nur noch einen Eigentümer einer Schlucht in Polen oder der Tschechei, der - gegen ein kleines Entgelt - einen Vertrag unterschreibt, wonach der dringend deutschen Plastikmüll braucht, um daraus irgendwas dämliches herzustellen, was niemand braucht, oder ein Bäuerchen, das behauptet, in den nächsten 25 Jahren eine moderne Verbrennungsanlage für 300 Mio Euro hinstellen zu wollen und fertig. Problem gelöst. Dank an die Grünen und das duale System.

Hat eigentlich jemand schon mal ein Produkt gekauft, das aus Recyclingmaterialien hergestellt wurde? Ich kenne keinen. Die Herstellung aus Recyclingmaterial ist übrigens auch schweineteuer. Vielfach teuerer, als Neuprodukte aus Öl. Sieht Sch.... aus, ist schlechte Qualität und dann auch noch überteuert.

Immer wieder mal - wie das Ungeheuer von Loch Ness - kommt im B3 ne Sendung von irgendeinem Ossi, der sich für 20 Mio Mark (damals!) ne Anlage zum Plastikrecycling hingestellt hat. Mit Wäsche, Granulierung, Separationsstufen, etc. Am Ende der Sendung kommt ein graues Granulat hinten raus.

Da hab ich mir gedacht: "Aha, dann wird morgen der 2-te Teil kommen, wo dann erklärt wird, was er denn mit den 10.000 Tonnen grauen Granulats so macht", aber Haschmich. Nichts! Kein 2-ter Teil. Der gute Mann hat also graues Plastikgranulat.
Das könnte man natürlich gut verfeuern. Aber das wird ja nicht gewünscht.

Also: HÖRT ENDLICH AUF, DEN MÜLL ZU TRENNEN!
SCHMEISST DAS ZEUG IN DIE RESTMÜLLTONNE.
VON DORT KOMMTS IN DIE VERBRENNUNG UND ES WIRD AUS MÜLL ENERGIE.
Und: Jede Verbrennungsanlage in Deutschland hat geringere Emissionen, als eine normale Hausfeuerung, geschweige denn der Transport des og. "Wertstoffs" nach Polen und in die Tschechei. Außerdem sparts Ressourcen!
10.3.06 09:34


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