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NY

Naja, ich versteh das Sicherheitsbedürfnis der Amerikaner schon.
"God´s own country" von Feinden umgeben und völlig zu Unrecht von allen gehasst.
Es ist ein Kreuz.

Daher mein Tipp: Eine Mauer ums ganze Land ziehen - und zur Sicherheit gegen einfliegende Feinde - auch noch ein Dach auf das Ganze und dann ist Ruhe im Karton.
1.8.06 14:26


Beckstein II

Als vor einiger Zeit das Mautsystem eingeführt wurde, versicherte man uns (Bürgern) hoch und heilig, dass die erhobenen Daten AUSSCHLIESSLICH UND EXKLUSIV der Abrechnung der Maut dienen würden.
Jetzt geht - erwartungsgemäß - die Debatte los, ob man damit nicht Straftäter verfolgen könnte.

Man hat uns - mal wieder - schlichtweg ANGELOGEN!

Der Weg und die Begründung, mit der man unsere Rechte und unsere Freiheit einschränkt, sind immer die Gleichen: Man wartet, bis es zu einem Verbrechen kommt, zu dessen Lösung die Aufhebung des Post-, oder Fernmeldegeheimnisses, die Schleier- oder Rasterfahndung oder die Nutzung der Mauterfassungsdaten (und vieles mehr!) beitragen könnte und reitet dann auf einer Welle des Mitleids, oder des "Volkszorns" über das Verbrechen zu einer weiteren Einschränkung unserer Freiheit.

Von Benjamin Franklin erfahren wir hierzu: Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Das "Argument" des Herrn Beckstein, Gegner der Überwachungsmaßnahme sollten den Eltern der Verbrechensopfer selbst sagen, dass man gegen "die erfolgreiche Fahndung" sei, ist höchst zynisch!

Es ist völlig abwegig, 80 Millionen Menschen zu überwachen, um ein (oder ein paar) Verbrechen AUFZUKLÄREN.

Wie erklärt man den 80 Mio überwachten Menschen, dass es dem Ziel der Verbrechensbekämpfung dient, wenn sie Opfer windiger Geschäftemacher werden, weil korrupte Beamte die Daten weiter gegeben haben?
Seit wir von Spams und unseriösen Internetangeboten bombardiert werden, müsste doch dem letzten Depp klar geworden sein, dass alle Daten, sobald sie erhoben sind, zu unseriösen oder illegalen Zwecken mißbraucht werden.

Wie kann man überhaupt ein ganzes Volk unter Generalverdacht stellen und zum Ziel einer permanenten Überwachung machen???

Was sich Beckstein (und auch andere!) so vorstellen, ist nichts anderes, als ein Überwachungsstaat sozialistischer Prägung, also genau das, wogegen man in China, Kuba oder sonstwo immer wettert.

Jede Gesellschaft muss mit Kriminalität leben.
Sei es auf privater Ebene, wie bei uns, oder sei es in einem "Becksteinstaat", wo alle Gewalt vom Staat ausgeht, einem Überwachungsstaat, einer Diktatur, einem Orwellschen Gebilde.

Jede neue Überwachungsmaßnahme bringt uns ein bisschen näher dorthin. Und irgendwann werden wir uns wundern, wie schon Goethe schrieb:
"Ach, Herr, in deinen weiten Staaten
An wen ist der Besitz geraten?
Wohin man kommt, da hält ein Neuer Haus,
und unabhängig will er leben,
Zusehen muß man, wie er´s treibt;
Wir haben so viel Rechte hingegeben,
Daß uns auf nichts ein Recht mehr übrigbleibt" [Faust, der Tragödie zweiter Teil]
8.8.06 09:00


Wir Deutschen...

Wir Deutsche sind schon ein besonderes Völkchen.
Nicht nur im "German Survival Guide" der englischen Seite von Spiegel Online findet man Beispiele, sondern auch, was den "NEID" angeht, scheint Deutschland anders zu sein, als andere.

UNSERE Politiker sind der festen Überzeugung, was im gesamten Ausland funktioniere, nämlich die Subventionen, samt deren Empfänger zu veröffentlichen, sei in Deutschland, wegen des besonders stark ausgeprägten Neids nicht zweckmäßig.
Deshalb, so Wirtschaftsminister Glosens Argumentation, müsse man eine "Bagatellgrenze" von lächerlichen 2 Mio Euro einführen, unter deren Grenze keine Publizitätspflicht herrsche.

Natürlich geht es bei dieser Geschichte in keinster Weise um den Neid an sich, sondern darum, zu verschleiern, wie wir mal wieder vereiert werden; man macht uns weis, die Subventionen seien nötig, um den deutschen Landwirten zu helfen. Realiter kriegen diese nur einen Bruchteil und die riesige Mehrheit der Subventionen fliesst in die Taschen von Konzernen und verarbeitenden Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie.
Aber: Das möchten uns unsere Politiker vorenthalten.

Und sonst: 2 Mio Euro als Bagatelle! Ich hab mich ja schon öfter über Politiker und deren Weltfremdheit geärgert. Das ist ein weiteres kleines Beispiel.
14.8.06 09:04


RWE und MwSt

Kürzlich lief mal wieder was Lustiges im Fernsehen: Ein Vertreter von RWE (oder wars EON?) stellte sich doch allen Ernstes vor die Kamera und wollte uns weismachen, dass man - SEITENS DER STROMVERSORGER!!! - die Strompreise erhöhen müsse, weil ja nun die Mehrwertsteuer um 3 % steigen würde.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass die MwSt um die erwähnten 3 %, die Strompreise hingegen um 7,5 % steigen sollen:

Die Industrie zahlt KEINE MEHRWERTSTEUER!!!!!!!!!!!!!!
Die MwSt ist eine Konsumsteuer, die von den Endkonsumenten bezahlt wird.
Unternehmer bekommen die MwSt erstattet!

Dass sowas in den Nachrichten kommt und der Reporter diesem Unternehemnssprecher nicht gleich ins Gesicht sagt: "Entweder Sie sind so doof, oder ein Lügner", ist mir schleierhaft.
16.8.06 09:16


Grass und die Grenzen

Nach dem ersten Schreck - der Linken samt der Linkspresse - setzt jetzt, wie immer in diesen Fällen, ein Prozeß der "variablen Grenzziehung" ein: Diese rein individualistisch gesetzte Grenze bildet quasi einen Brückenkopf des Guten um das umliegende Schlechte.

Eine vorher gerade Grenze wird punktuell vor- meist aber zurückgesetzt, dass eigenes Handeln, oder der eigene Mann -rein zufällig, natürlich - grade noch im Bereich des Guten liegt, alles umliegende aber schlecht ist. Und dann wird salamitaktikähnlich diese Grenze stets an den eigenen Mann oder die eigene Maßnahme angepasst...

Beispiele:
* Jahrzehntelang war es in Deutschland bonum comune, dass keine deutschen Soldaten zu Auseinandersetzungen ins Ausland gehen. Dann setze so ne Art Salamitaktik ein: Es ging los mit Rot-Kreuzlern, weiter mit Schiffen, weiter mit Pionieren und jetzt sind schon längst deutsche Kampfeinheiten in der ganzen Welt zugange. ABER diejeingen, die das veranlasst haben, definieren sich aus diesem Dogma heraus, mit windelweichen Grenzen, so zum Beispiel:
* "Ja, aber sie nehmen nicht an US geführten Kampfeinsätzen teil". Irgendwann wird auch diese Grenze wieder nieder gerissen und dann wird gesagt:
* "Ja, aber es sind auch UNO Soldaten dabei", später wird gesagt:
* "Es war aber geplant, dass UNO Soldaten teilnehmen"... immer weiter wird die Grenze "Keine deutschen Soldaten im Ausland" gezogen.

ÄHNLICHES findet momentan - ich komme zurück zum Thema - bei Herrn Grass statt:
* Bisher waren ALLE SS-ler üble Massenmörder [ich erinnere an Bitburg]
* Jetzt sind - gemäß Spiegel - nur noch alle SS-ler, an die man sich erinnert, üble Massenmörder.
* Findet man einen ehem. wasauchimmer (Soldaten, oder Zivilist), beispielsweise aus Polen, der sich an Grass erinnert, dann sind nur noch diejenigen SS-ler üble Massenmörder, an die sich ein Deutscher erinnert.
* Sollte selbst ein solcher auftauchen (die Wahrscheinlichkeit nimmt mit fortschreitender Zeit immer weiter ab), dann wird die Definition weiter abgemildert, dass es aber bisher noch keinen Deutschen gibt, der Günther Grass beim Massenmord zugesehen hat.
* Vielleicht zählen irgendwann nur noch die über 18-jährigen massenmordenden SS-ler zum Kreis der BÖSEN
* und so weiter.

Auf jeden Fall wird jetzt ALLES unternommen, um Grassens Weste reinzuwaschen, oder sauber zu halten. Die gefallenen SS-ler (und auc reguläre Soldaten) (egal, ob Massenmörder oder auch nicht, haben eh nix mehr davon).

Aber wehe, jemand aus der anderen Partei kommt jetzt mit einem ähnlichen Geständnis... dann is aber was los: Dann wird die Grenze weiter neu gezogen, "S-"förmig dann, dass der eine sauber bleibt, der andere aber tief im Sumpf des Verbrechens an der Menschlichkeit stecken bleibt.

Mir persönlich geht diese Form der Definitorik, die irgendwas schizophrenes, Sozialisten werden sagen "dialektisches" hat, ziemlich auf die Nerven.
Ich finde es albern, kindisch gradezu.

Langer Rede kurzer Sinn:
* Grass war bei der WSS.
* Grass ist nur der Aufdeckung zuvor gekommen.
* Und vielleicht war auch n bisschen Wirbel ums neueste Buch machen mit dabei

Mit seinem lächerlichen Grund "das Gewissen hätte ihn gedrückt" jedenfalls, wird er nicht durchkommen... auch wenn sein literarisches Werk, so geschmacklos ich es auch empfinde - davon nicht berührt wird.
17.8.06 12:28


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