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Studieren in Deutschland

Momentan grassiert ja in Deutschland das MBA und in seiner leichteren Ausprägung das Bachelor-Fieber.
Begründung: Deutsche Studenten studieren zu lange.

Das mag ja durchaus sein.
ABER: Universität ist nicht gleich Schule. Universität ist - wenigstens in Deutschland - Selbständigkeit.
Es ist ein "Sich intensiv mit einem Thema Auseinandersetzen", es ist "Verstehen", es ist "sich etwas Erarbeiten"

Wenn ich mir das intellektuelle Niveau US-amerkanischer, lateinamerikanischer Universitäten so anschaue, dann kommt mir das Grausen.
Da befasst man sich nicht mit einem Originaltext. Da reicht es, ein Textbook auswendig zu lernen und dann hat man nen Überblick und das reicht dann.
Ich habe Seminararbeiten gesehen mit EINER Literaturquelle - nämlich dem Textbook -.
Was da die Universitäten verlässt, ist für anspruchsvolle Arbeiten eigentlich nicht zu gebrauchen. Die Leute haben n paar Bücher auswändig gelernt, n paar Case Studies gemacht und das wars dann.

Hier ist Studieren noch Studieren: Selbständig! Hier ist Studieren eine Vorbereitung aus Leben: Man muss sich selbständig für Seminare eintragen, anmelden, rechtzeitig kommen, etc.

In den USA ist das Studium doch nur die Fortsetzung des Schullebens. Jeder "Student" erhält einen Stundenplan, die Seminare sind nicht überfüllt und wenn er mal ne Prüfung vergeigt, dann kriegt er nen Nachtermin.
Meines Erachtens ist das etwas für kindliche Streber: Viel Arbeit, aber mehr auch nicht. Weder Kampf, noch Selbständigkeit, noch Intellekt.

Hier ist Studieren "Ernst", Lernen unter Gefechtsbedingungen: Wenn man was verpasst, dann verliert man ein Semester. Wenn man ne Prüfung vergeigt, dann muss man sich eben hinsetzen und besser lernen und im nächsten Semester erneut ran.

So dauert natürlich ein Studium länger.

Aber das, was die Uni verläßt, ist bereit fürs Leben. Hat gelernt, sich durch- und einzusetzen und arbeitet lösungsorientiert und ist nicht beim ersten Problem außerhalb der Standard-Case Study überfordert.

Das alles bedeutet natürlich nicht, dass ich die permanenten Mittelkürzungen bei Forschung und Bildung gutheiße.
Genausowenig möchte ich dieses öffentlich finanzierte System aufrechterhalten.
Wettbewerb und Preise fürs Studium sind nötiger denn je. Die Faulheit von Professoren ist Legion! Und nur Wettbewerb, Bewertung und PREISE fürs Studieren können dem Einhalt gebieten.
1.9.06 09:47


Gesundheit

Es ist grotesk, 2 Versicherungssysteme nebeneinander existieren zu lassen, die völlig unterschiedliche Voraussetzungen haben. Da hat Frau U. Schmidt durchaus Recht. Und die CSU und CDU Politiker, denen es, wie immer in der Politik ausschließlich um Klientel / Wähler geht, Unrecht.

Ein öffentliches System, das alle "Bewerber" aufnehmen muss und ein privates, das sich seine Kunden aussuchen kann, ist, als ob man zusammen Karten spielen würde, wo der eine besch... darf und der andere nicht.

Allerdings liegen die Sozis wieder mal völlig daneben, wenn sie die Privaten schikanieren, respektive ins Abseits drängen.

Die Lösung ist schlicht und funktioniert überall auf der Welt: Öffentliche (steuerfinanzierte) Grundsicherung und private Zusatzversicherung für die Unwäbgarkeiten des Lebens und die individuellen Wünsche.

WARUM DAS? Weil die Privatwirtschaft effizienter ist, als Vater Staat. [Wer anderes behauptet, lügt!]

Ergänzend hierzu: 70 % der Germanen will das bisherige ineffiziente System beibehalten und nicht auf ein steuerfinanziertes umsteigen.
BEMERKENSWERT: Es handelt sich hier um die selben Germanen, die ständig über die steigende Belastung motzen.

Also was jetzt???

Übrigens: Ebenso wollen 70 % dieser Penner nicht, dass Krankheitszustand und Alter, sondern weiter das Einkommen als Indikator für die Höhe der zu zahlenden Versicherung herangezogen wird.
Wie üblich. So langsam frage ich mich, wozu in Deutschland überhaupt noch Ökonomie gelehrt, respektive betrieben wird.
Penner und Neidhammel, wohin man auch schaut.

Nicht: "Ich analysiere meine Investitionen, um meine Rendite zu maximieren", sondern "mir reicht es, wenn dem anderen verboten wird, wofür ich zu faul bin, nämlich zu arbeiten, um sich besser zu stellen"

Ein Volk von geistigen Sozialisten. Jedem das Gleiche.
4.9.06 08:35


Fleisch und Strafen

Wie üblich: Jeder Skandal in Deutschland wird mit dem Ruf nach neuen und schärferen Gesetzen beantwortet.

Warum eigentlich?

Jede Studie der vergangenen 2000 Jahre hat ergeben, dass die Höhe der Strafe für den Täter irrelevant ist.
Relevant dagegen ist die Wahrscheinlichkeit, bei der Tat erwischt zu werden.

Warum also schärfere Gesetze? Warum dieses stumpfe Schwert?
Die Antwort ist schlicht, aber ergreifend: Weils nichts kostet. Weil die Bürokraten weiter auf Ihrem A... im Büro sitzen bleiben können und sich selbst verwalten, statt "an der Front" Drecksarbeit zu machen.

Eine verschärfte Überwachung hat ausgereicht, den Moloch New York sauber zu kriegen. Nicht die Neueinführung der Todesstrafe, oder eine andere Strafverschärfung.

Aber unsere Politikerkaste: Möglichst keine zusätzliche Arbeit; stattdessen populistische Phrasendrescherei. Schließlich sind wir ja auch n ziemlich dämliches Stimmvieh. Keiner hinterfragt mal was, keiner will mal Details wissen.

Stammtischniveau, wohin man auch blickt.
8.9.06 09:08


Pandora

Hat jemand ernsthaft geglaubt, dass wir gentechnisch veränderte Lebensmittel längerfristig streng getrennt von den "normalen" behandeln können?

Der traurigen Nebeneffekte sind reichlich:
* Während die Natur untaugliche Mutanten - aus einer innewohnenden Vernunft heraus - aussortiert, können sich die künstlich mutierten verbreiten
* Während die Natur ganzheitlich "denkt", dilettieren wir an Details herum, ohne die Nebenwirkungen zu würdigen.
** Zwar sind die Gene - individuell - mittlerweile entschlüsselt, so fehlt doch noch JEGLICHES Verständnis für die Interdependenzen.
Dass so manches Gen mehrere Funktionen erfüllt, dass es Wechselwirkungen zwischen Genen gibt, wird ignoriert. Man versucht gewissen Resistenzen zu schaffen, oder zu verhindern, erzeugt aber gleichzeitig völlig unkalkulierbare Effekte.

Und in n paar Jahren wird es dann soweit sein, dass wir alle an die Genindustrie Lizenzgebühren zahlen müssen, weil unsere Produkte Gene enthalten, die von solchen Labors geschaffen wurden.
[Kein Witz: In den USA ist es Gesetz, dass, wer gentechnisch Verändertes anbaut - oder auch "in seinem Garten hat", ob er das nun will, oder nicht, Lizenzgebühren zu zahlen hat]

Da, Leute, kommt was auf uns zu, wogegen alle jemals erfundenen Abzockmethoden der Industrie vor Neid erblassen.
12.9.06 08:43


Islam und Christentum

Papst-Äußerungen zum Islam lösen bei Moslems Empörung aus

Hat der Papst doch tatsächlich gewagt, den Islam zu kritisieren.
Und sofort wetzen die vom Papst ob ihres aggressiven Auftretens Kritisierten die Messer.
Wahrscheinlich muss der Papst dann für die nächsten Attentate von irren Moslems die Schuld auf sich nehmen.

ICH bin empört: Ich bin empört, wenn Spinner Leute in die Luft jagen - zu Tausenden.
Ich bin empört über diese (zu nichts zu gebrauchenden, und für alles zu blöden...) "Kofferbomberamateure", über die Diskriminierung von Christen in der islamischen Welt und über vieles mehr. Darüber kann man sich empören. Aber nicht über Karikaturen, oder über die Aussage des Papstes (wer kennt eigentlich den Wortlaut? Hat man - vorstellen könnte ich es mir schon - irgendwelche Worte aus dem Zusammenhang gerissen), dass der Islam eine rückwärtsgewandte, militante Religion von Losern ist.

Das Verhalten dieser militanten Moslems ist inakzeptabel, deren Begründungen für die Attentate sind fadenscheinig; man sucht verzweifelt auf der ganzen Welt nach irgendeiner Winzigkeit, die diesen mentalen Mimöschen die Rechtfertigung für kriminelles Verhalten zugesteht.

Dass bei uns dann auch noch irgendwelche wichtigtuenden Gschaftlhuber ("Islam-Exporten") uns erklären, was wir Christen wieder verbrochen haben und dass eine Karikatur oder eine dezent angedeutete Kritik schon fast mit dem "was weiß ich" zu vergleichen sei und dies NATÜRLICH mit Blut bezahlt werden muss, grenzt schon an Idiotie.

KEIN Moslem fühlt (ernsthaft) sich durch die Kritik des Papstes beleidigt, oder durch die Mohammed Karikaturen. Vielmehr sind dort Terroristen am Werk, die nur (fadenscheinige) Gründe für ihr irres Verhalten suchen.

Wir dürfen unsere Demokratie und die Freiheit des Denkens und des Wortes niemals von geistig zurückgebliebenen Spinnern rauben lassen.
15.9.06 09:35


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